JuKiMob




    Pfadfinder*Innen sind mobil und dies schon aus einer langen Tradition. Gruppen sind ständig unterwegs auf Fahrten und Wanderungen in die Ferne aber auch in die nähere Umgebung. Dabei erkunden sie Regionen der Umgebung und der Welt und öffnen sich für andere Lebensweisen und Kulturen. Mobilität bedeutet immer auch „offen sein für Neues".
    Mobilität zeigt sich dabei nicht nur in der realen Bewegung, sondern auch in den Köpfen und der Einstellung. Bezogen auf den Bezirk Hannover steht hierfür nicht nur symbolisch das Projekt Jugend- und Kindermobil (JuKiMob).
    Das JuKiMob ist ein altes Feuerwehrauto, das dorthin fährt, wo sich Kinder in unterversorgten Stadtteilen aufhalten. Falls das Feuerwehrauto mal verhindert ist, kommt als Vertretung ein roter T5 als JuKiMob 2.0.
    An jedem Nachmittag der Woche ist es - regelmäßig wiederkehrend - an einer anderen Stelle. Anfangs waren Linden-Nord, Sahlkamp, Misburg und Mittelfeld Einsatzorte des JuKiMobs. Der Bedarf an mobiler Kinder- und Jugendarbeit hat sich aber mit der Zeit auf andere benachteiligte Stadtteile verlagert.

    Zurzeit kann das JuKiMob
      montags von 14-17 Uhr in Bemerode Kronsberg (an der Feldbuschwende)
      dienstags von 14-17 Uhr in Berenbostel auf dem Kronsberg
      mittwochs von 14-17 Uhr in Ahlem auf dem Schulhof der Grundschule
      donnerstags von 14.30-17.30 Uhr in Bemerode Kronsberg Süd (an der Weinkampswende) und
      freitags in Garbsen auf der Horst von 14-17 Uhr (Kastorhof) angetroffen werden.

    Als Anlaufstelle und Transportmittel dient das alte umgebaute Feuerwehrauto, das mit Spiel- und Bastelmaterialien gefüllt ist. An jedem der fünf Nachmittage findet jeweils ein offenes Angebot für Kinder in einem der Stadtteile statt. Die Kinder können sich Spielzeug ausleihen und unter Anleitung von zwei Sozialpädagog*Innen und Übungsleiter*Innen an den gemeinsamen Spiel-, Bastel- und Bauaktivitäten sowie Erkundungsprojekten teilnehmen.
    Neben den offenen Angeboten bietet das JuKiMob ein Ferienprogramm mit Ausflügen oder Fahrten an. Diese finden auch übergreifend mit anderen VCP-Gruppierungen statt, z.B. anlässlich des Pfingst-Zeltlagers, welches alle zwei Jahre mit mehreren hundert Kindern und Jugendlichen stattfindet.
    Das Projekt arbeitet gemeinwesenorientiert. Die Mitarbeiter*Innen beteiligen sich an Stadtteilgesprächsrunden, Stadtteilfesten und anderen Aktivitäten vor Ort.
    Das Projekt versteht sich als Lobby für Kinder und Jugendliche.
    Es versucht, Kindern und Jugendlichen bewährte pfadfinderische Pädagogik näher zu bringen.

    Die Prinzipien der mobilen Arbeit mit Kindern sind
      1. die Beziehungsarbeit
      2. Raumaneignung/Reterritorialisierung
      3. Anbieten eines sozialen Lernfeldes


    Angestrebt ist, dass sich aus der mobilen Arbeit gruppenähnliche Strukturen entwickeln.
    Zielgruppe der mobilen Arbeit sind Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren. Meistens sind aber auch jüngere Kinder dabei. Das gemeinsame Erleben mit Gleichaltrigen, die Förderung der sozialen Verantwortung und Eigenverantwortlichkeit sind Ziele der Arbeit.
    Zudem bietet das JuKiMob eine Alternative zur konsumorientierten Freizeitgestaltung und trägt somit zur Verbesserung der Lebenswelt der Kinder bei.
    Das offene Angebot richtet sich an Kinder aus unterschiedlichen Herkunftsfamilien und ist für alle kostenlos. So wird allen Kindern die Möglichkeit gegeben, neue Erfahrungen zu machen, Spiele auszuprobieren und sich motorisch zu üben.
    Dies ist besonders durch den mobilen Einsatz möglich, da so auch Kinder erreicht werden, die nicht in Gruppen oder geschlossenen Räumen erreicht werden würden. Damit leistet das JuKiMob einen aktiven Beitrag zur Integration.




    Kontakt:
    VCP Hannover e.V.
    JuKiMob
    Hildesheimer Str. 167
    30173 Hannover
    Tel.: 0511 - 270901-17 oder -18
    jukimob@vcphannover.de